ANSCHOBER/ Dieselskandal: USA und Deutschland handeln, auch Österreich muss endlich für Sanierung des Dieselskandals sorgen

Oö. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober strebt bei der morgigen UmweltreferentInnenkonferenz in Salzburg eine Bundesländer-Allianz für Hardware-Nachrüstungen bei betroffenen Diesel-KfZ an, da Software-Updates schlichtweg zu wenig bringen. Vertragsverletzungsverfahren mit Millionenstrafen gegen die Republik aufgrund eines Betrugsskandals von Autokonzernen wären ein weiterer Skandal!

Die USA handeln und haben mittlerweile 85,5% der betroffenen VW-Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen bzw. die illegale Manipulation beseitigen lassen und Milliardenstrafen verhängt, auch in Deutschland steht seit gestern eine Strafe von einer Milliarde Euro für VW fest und immer mehr Bundesländer und Teile der deutschen Bundesregierung fordern Hardware-Nachrüstungen durch die Automobilkonzerne bei allen betroffenen Fahrzeugen. In Österreich fehlt bisher der politische Mut und Wille für ein konsequentes Vorgehen zur vollständigen Sanierung des Dieselskandals.

Wie notwendig dies wäre, zeigt Linz: hier wurde bei der für verkehrsnahe Bereiche repräsentativen Messstelle Römerbergtunnel der EU-Grenzwert von 40 µg/m³ im Vorjahr mit 46 µg/m³ deutlich überschritten, ohne Dieselskandal und damit bei Einhaltung der Typprüfwert wäre der Jahresmittelwert laut einer Studie des Umweltbundesamtes lediglich bei 33 Mikrogramm und damit deutlich unter dem Grenzwert.

LR Anschober: „Aufgrund dieser Grenzwertüberschreitungen droht uns nun ein Vertragsverletzungsverfahren mit Strafen in Millionen-Euro-Höhe. Die bisher geplanten und bereits zu 90 Prozent durchgeführten Software-Nachrüstungen bringen leider viel zu wenig. Eine aktuelle Studie des UBA zeigt,...
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Veröffentlicht von: APA-OTS - Wirtschaft - 5 days ago
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