Eine Villacherin, die gerne ihre Geschichte(n) erzählt

VILLACH (aw). Im siebeneinhalbten Stock wohnt sie, in der Pogöriacher Straße, im "Hochhaus, gegenüber der Feuerwehr". An der Türe empfängt ein Lächeln, direkt gefolgt von einer Bitte, man möge doch ein Passfoto von ihr machen. "Das alte geht nicht mehr, wegen der Haare. Das Foto stand so viele Jahre in der Auslage, in der Postgasse war das. Aber dann haben sie zugesperrt ..."

Lebensweisheiten

Nach zehn Minuten bei Helga Ottmann weiß man vieles. Über das Leben, die Menschen, Übersinnliches und Irdisches oder auch ihre Vorliebe zu lesen. Trotz ihrer Legasthenie. "Wissen Sie, man muss da dran bleiben. Das ist wie beim Autofahren. Sonst traut man sich irgendwann nicht mehr." 

Zeit zum Zuhören

Man fühlt sich nicht fremd, vielleicht ein klein wenig überfordert, aber nicht unwohl. Schnell schließt man die 78-jährige Villacherin ins Herz. Und nimmt sich Zeit. Zum Zuhören. "Aber nicht dass sie jetzt alles aus meinem Leben erzählen", sagt sie, plötzlich, aus dem Nichts. Schließlich wolle sie nur von der Pension erzählen, in der sie gearbeitet hat. Und von dem jungen Herrn Serafin, wie er ihr nachgelaufen ist. "Da war er ein Bub, der Daniel. Vielleicht 6 oder 7 Jahre alt", erinnert sie sich, lächelt, und zeigt ein Foto, das sie aus einer...
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Veröffentlicht von: Meinbezirk.at - 4 days ago
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