Unser Essen auf der Straße

SALZBURG (sm). In Österreich werden pro Person und Jahr im Schnitt knapp mehr als 900 Kilogramm Nahrungsmittel für gekauft. In Tomaten aus Spanien oder Butter aus Irland stecken mehr als 2.000 Kilometer, die sie auf der Straße zurücklegte. Äpfel und Birnen aus Südafrika sind rund 12.000 Kilometer unterwegs, Rindfleisch aus Argentinien kommt auf rund 13.000 Kilometer, Pflaumen aus Chile legen 14.000 Kilometer und Kiwis aus Neuseeland rund 18.000 Kilometer zurück, bevor sie bei uns im Supermarktregal landen. Durch den langen Weg auf der Straße, das Verschiffen und den Flugtransport haben viele Lebensmittel eine katastrophale Klimabilanz. "Aus Verkehrs- und Umweltsicht ist es wesentlich darauf zu schauen, woher das Essen kommt", sagt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Wie sich regionaler Einkauf auf das Klima auswirkt Wochen bevor der saisonale Spargel aus der Region in den Supermarkt kommt finden die Konsumenten ein importiertes Stangengemüse im Regal. Das der Spargel aus Südamerika eingeflogen wird und das Klima dadurch 280 Mal so viel wie zur regionaler Spargel zur Saison belastet, wissen die wenigsten. Der Kauf durch saisonale Lebensmittel aus der Region unterstützt die Nahversorger und heimische Bauern und trägt durch Vermeidung von Lkw-Verkehr auch zu einer besseren Klimabilanz bei.

In Salzburg werden 34 Prozent der Einkäufe zu Fuß...
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Veröffentlicht von: Meinbezirk.at - Monday, 18 June
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