Zwangs-Umbildung: Waldhäusl wird Wirtschafts-Stadtrat - und droht der ÖVP

WAIDHOFEN. Es hat sich bereits angekündigt: Nach dem Aus der schwarz-blauen Zusammenarbeit in Waidhofen bemühte sich die ÖVP rund um Bürgermeister Robert Altschach den Einfluss von Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl (FPÖ) zurückzudrängen. Dieser hatte bekanntlich die Koalition deshalb aufgelöst, weil es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Ex-Partnern im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gekommen ist. So warf Waldhäusl dem Bürgermeister mehrfach vor, politischen Einfluss auf die Mitarbeiter genommen zu haben. Zwei Kündigungen und das damit verbundene Aus für die Stadtnachrichten sollen die Folge gewesen sein.

Bei der ÖVP sah man das wenig überraschend anders: dort warf man Waldhäusl vor, das Chaos im Rathaus verursacht zu haben. Deshalb wollte Bürgermeister Robert Altschach, wie berichtet, dem Vize die Kompetenzen um die Finanzen und die Öffentlichkeitsarbeit entziehen und ihn stattdessen mit Gemeindestraßen und Friedhofsangelegenheiten betrauten - einem bisherigen SPÖ-Ressort. Der Fehler dabei: die ÖVP hatte vor diesem Schritt weder die SPÖ noch die FPÖ informiert. Die Sitzung wurde nach heftigen Protesten von FPÖ, SPÖ und IG vor dem Beschluss abgebrochen.

Am Dienstag wurde diese Sitzung wiederholt. Die ÖVP hatte die Gemeindeordnung auf ihrer Seite: nachdem FPÖ, SPÖ und IG beim vorigen Mal den Saal verlassen hatten genügte den Schwarzen eine einfache Mehrheit - egal wie viele Gemeinderäte anwesend...
. .
Veröffentlicht von: Meinbezirk.at - Wednesday, 13 September
Share |